Großes Interesse am Themenabend „Erscheinungsbild der Gemeinde“ / Grünflächenpatenschaften mit BM Holger Karl

 

Die UWB trifft offenbar den Nerv vieler BürgerInnen beim Thema Sauberkeit / Erscheinungsbild der Gemeinde, denn Dirk Nebelung konnte neben einem großen UWB-Kreis auch BM Karl sowie einige Gäste zum Themenabend am 3. Mai in der Altentagesstätte begrüßen. Leider konnte vom Bauamt niemand teilnehmen.

 

Dirk Nebelung drückte in seiner Einleitung die Hoffnung aus, die bestehenden Koordinationsprobleme zwischen Gemeinde/Bauhof und den freiwilligen Grünflächenpaten zu lösen. Gabriele Schmitt bestätigte ihren Eindruck von der  in der Vergangenheit  wenig bereitwilligen Unterstützung durch die Verwaltung. Seitens der UWB habe man sich zumindest eine rasche Kontaktaufnahme mit den Freiwilligen gewünscht. Enttäuscht von der Handhabung hatte Gabriele Schmitt  ihre diesbezüglich umfangreichen Aktivitäten vor einiger Zeit eingestellt. Elisabeth Hanne fragte nach der Zuständigkeit innerhalb der Verwaltung und sah dies am besten in den Händen der Umweltbeauftragten aufgehoben.

 

Nun wollte man feststellen, ob seitens der Verwaltung noch Interesse an der Unterstützung des Bauhofs durch Grünflächenpaten bestehe. Schließlich sei es doch offensichtlich, dass die Gemeindearbeiter nicht alle (lt. BM Karl mehr als 70) Grünflächen ausreichend pflegen können. BM Karl wies auf die Vorgaben des Rechnungshofs hin, nach dem Bammental mit 10 Mitarbeitern genau dem vorgegebenen Personalschlüssel pro Einwohner entspreche. Damit sei es möglich, die Flächen 1-2 x jährlich zu pflegen. (Anmerkung der Redaktion: wer einen Garten pflegt, weiß, dass damit von einer  "Pflege" nicht wirklich gesprochen werden kann).

 

GRin Suse Wirtherle berichtete vom Vorschlag seitens der Bauhofleitung, den Grünflächenpaten ihre Aufwendungen für die „Inselpflege“ zu ersetzen. Darüber entstand eine kontroverse Diskussion, und man kam überein, dieses Ehrenamt als solches belassen zu wollen.

 

Nach einigem Ideenaustausch sagte BM Karl zu, folgendes Vorgehen innerhalb der Gemeindeverwaltung abzusprechen: Der Bauhof legt die Grünflächen sukzessive als Grundlage an und bieten sie per Foto in den Gemeindenachrichten als Patenschaftsobjekte an. Gabriele Schmitt schlug vor,  den Anwohnern gezielt die Flächen vor ihrer Haustür zur Pflege anzubieten. Die Grünflächenpaten wären dann nur dafür zuständig, die Flächen zu pflegen, zu gießen und sauberzuhalten. Man vereinbarte, mit dieser Aktion im Bereich der Johann-Sebastian-Bach-Straße zu beginnen.

 

Ein Gast des Themenabends äußerte sich bewundernd für die Aktion und merkte an, dass er Bammental gepflegter empfinde als andere Gemeinden, was BM Karl natürlich erfreut aufnahm. Gleichzeitig wünsche er sich eine Wiederbepflanzung der Elsenz an der neu gestalteten Fischtreppe bei der Tapetenfabrik.

 

Einigen UWB-Mitgliedern ist auch der Zustand der Bahnhöfe ein Dorn im Auge. Auch wenn sie Gelände der Deutschen Bahn sind, leide Bammentals Image darunter. BM Karl erzählte von den Problemen, die zuständigen Stellen innerhalb der DB zu finden und deren Desinteresse, was nicht nur unsere Gemeinde beträfe. Vreni Scharff schlug einen Bahnhofsputz durch die UWB vor und Gabriele Schmitt würde gern Vorher/Nachher-Fotos an die DB schicken.

 

Clemens Deibert, dem das Thema „Sauberkeit und Unkrautfreiheit“ nicht ganz so wichtig sei wie anderen der UWB, bemängelte trotzdem den Zustand der Elsenzbrücke: das Geländer und die Gehwege vergammelten zusehends. BM Karl war dies bekannt und er sah dies als ein geeignetes Projekt für den Freiwilligentag im September.

 

Patricia Zimmermann sprach die Ortseingangsschilder an: verschmutzte Halterungen, überklebte und spät aktualisierte Tafeln geben keinen guten ersten Eindruck von Bammental. BM Karl pflichtete bei und berichtete, dass er bereits dabei sei, ein neues Edelstahl-Halterungssystem zu beschaffen.  Der Zustand der Tafeln sei jedoch Sache der Vereine, an die man über den Kulturring appellieren müsse.

 

Zum Schluss kam man noch auf die Zeitplanung der Friedensbrücke zu sprechen. BM Karl berichtete, dass das Regierungspräsidium die Ausschreibung nicht wie terminlich vereinbart bearbeitet habe. Es stehe fest, dass der Fahrradsteg für die Friedensbrücke 2017 nicht mehr  gebaut werde. Dadurch würden jetzt 2018 mehrere Baustellen der Umgebung terminlich zusammenfallen, was dem Verkehr nicht zuzumuten wäre. Die Enttäuschung und das Unverständnis innerhalb der UWB, waren nach dieser Nachricht selbstverständlich groß. Schließlich hatte man sich schon vor mehr als 5 Jahren mit einer überregionalen Aktion für diese Lösung stark gemacht und auf eine viel frühere Umsetzung gehofft. BM Karl habe nun direkt Kontakt mit der Regierungspräsidentin aufgenommen, um das Verfahren wieder zu beschleunigen, was von der UWB begrüßt wurde.

Nach einem konstruktiven Abend dankte Dirk Nebelung Herrn BM Karl, den Gästen und den UWB-Mitgliedern für ihren Besuch und ihre Unterstützung und schlug den nächsten Themenabend für den 31. Mai vor. (pz)

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