6. Bammentaler Unternehmerdialog

„Internet und Handel, Handwerk und Gewerbe“ weckt großes Interesse

 

Ist das Internet Freund oder Feind der lokalen Geschäfte? Dieses Thema hatte rund 30 ortsansässige Unternehmer angesprochen, die sich zum 6. Unternehmerdialog im FC-Clubhaus eingefunden hatten.


Eberhard Scharff (UWB) als bewährter Moderator begrüßte Gäste und Referenten. Bei der kurzen Vorstellungsrunde kristallisierte sich das Interesse an Internet/Webshops/Webseitenpräsenz als Erwartung an den Abend heraus. Aber auch das Thema schnelle Internetverbindung, vor allem im Bereich der Industriestraße, brennt den Gewerbetreibenden unter den Nägeln. Herr Scharff informierte dazu vom Projekt „Fibernet.RNK“, mit dem alle Gemeinden durch rund 300 km Glasfaserkabel an schnelles Internet angebunden werden sollen. Der Erhalt von Fördermitteln sei möglich, zusammengeschlossene Gemeinden hätten verbesserte Chancen, diese zu erhalten.


Zum Thema Webshop vs. Einzelhandelsgeschäft konnte Frau Barbara Sigloch von der Buchhandlung Staiger berichten, die seit 2001 zusätzlich zu ihrem Ladengeschäft, einen Webshop betreibt. Sie zitierte zunächst aus der aktuellen Presse, dass der Einzelhandel einen Kundenrückgang verzeichnet, dafür mehr Paketdienste in den Innenstädten unterwegs seien, die Interneteinkäufe zustellten. Die Abholung der bestellten Bücher wickelt Frau Sigloch in ihrem Laden ab, wovon auch dieser profitiert. Das Kaufverhalten habe sich grundlegend geändert und darauf müsse man eingehen. Inzwischen sei der Internetanteil bei ihr auf knapp 10% angestiegen. Die Pflege einer Internetpräsenz sei aufwändig, werde aber von den Kunden erwartet. Der Einzelhandel stärkt damit seine Position gegenüber der immer stärker werdenden Konkurrenz im Internet.

 

Für die Gestaltung und Umsetzung ihrer neuen Webseite (www.buch-staiger.de) habe sie gute Erfahrungen mit einer ebenfalls ortsansässigen professionellen Webagentur gemacht. Damit schuf sie die Überleitung zu Frank Specht von analog multimedia (www.analog.de), der die Leistungen seines Teams und die namhaften überregionalen Referenzen aus seiner 15-jährigen Erfahrung darstellte. Seine Agentur sorge, neben der
graphischen Gestaltung und Umsetzung eines Webauftritts auch für die Beratung zur Onlinestrategie, Platzierung in den Suchmaschinen, statistische Auswertungen, Betreuung und Wartung u. v. m. Bereits für rund € 2.500 sei die Erstellung einer professionellen Webseite für kleine bis mittelständische Unternehmen möglich.


Anschließend berichtete Dietrich Hassmann, 2. Vorsitzender des Gewerbevereins von den Aktivitäten und freute sich über wachsende Mitgliederzahlen. Unter www.gewerbeverein-bammental.de sei die aktualisierte Webseite mit Veranstaltungskalender und vielen aktuellen Infos zu finden. Mit der dort ebenfalls verlinkten Verkaufsplattform www.HierBeiDir.com hätten die lokalen Einzelhändler und Dienstleister die Möglichkeit, eine eigene Webpräsenz zu erlangen. Erste Pilotprojekte seien in der Testphase. Günstige Einstiegskonditionen machten das Angebot attraktiv. Der Gewerbeverein unterstütze gern bei der Umsetzung.


Zum Schluss berichtete BM Holger Karl über aktuelle Projekte in der Gemeinde. Er ging ebenfalls auf das Projekt „Fibernet.RNK“ ein, das bundesweit führend sei und eine komplette Infrastrukturaufrüstung beinhalte. Schon 2015 könnte mit der Anbindung der Industriestraße das erste Projekt auf den Weg kommen. Das Neubaugebiet „Breite Äcker“ werde bereits mit der Glasfaserinfrastruktur vorgeplant. In der GR-Sitzung am 16. Okt. 2014 werde das gesamte Projekt vorgestellt, dabei ist die Uni Furtwangen zu Gast, die das Projekt begleite und den einzigen Lehrstuhl in Deutschland für Digitale Infrastruktur bei Prof. Dr. Jürgen Anders innehat. Er konnte auch berichten, dass in den Verkauf der Grundstücke in der Bahnhofstraße Bewegung gekommen ist. Bammental genieße hohes Ansehen, es gebe viel Nachfrage nach Wohnraum. Die Gewerbetreibenden hätten daran einen großen Anteil. Er appellierte an die Kontinuität bei Werbung und Marketing, um dem geänderten Kaufverhalten etwas entgegensetzen zu können.


Wünschenswert wäre für die Zukunft, dass Bammental Lokalitäten – z. B. ein entsprechendes Hotel - für Seminare und (Firmen-) Gäste aufweisen könnte, was momentan ein Ausweichen in die umliegenden Orte erfordert. Ein Industriestraßenfest fände er begrüßenswert, dazu sei das äußere Erscheinungsbild wichtig, woran man arbeite. Die Gewerbesteuer nehme auch 2014 eine sehr positive Entwicklung.


Bevor die Gäste zum Netzwerken und Austausch übergingen, bedankte sich Herr Karl bei der UWB für die gelungene Vorbereitung und Moderation sowie bei Frau Hüffner für die Organisation dieser nun schon etablierten Veranstaltung, die rund halbjährlich für wertvolle Treffen lokaler Unternehmer sorgt. Er freue sich über regelmäßige Teilnehmer ebenso wie immer wieder neue Gäste, die ihre Wünsche und Vorschläge einbrächten. (pz)

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