
Unternehmerdialog in
Bammental auf gutem Wege
2. Veranstaltung
formuliert Aufgaben für Teilnehmer und Gemeindeverwaltung
Im vollbesetzten
großen Sitzungssaal des Rathauses hatten sich am 19. März rund 40 Bammentaler
Selbstständige eingefunden. Sie wollten sich erneut darüber austauschen, was
für die lokale Wirtschaft getan werden kann und muss, damit sie Fortbestand hat
und möglichst noch wachsen kann. Beim 2. von der UWB und der Gemeinde
gestalteten Unternehmerdialog begrüßte denn auch BM Karl die Anwesenden mit der
Einladung, diesbezügliche Anregungen auch jederzeit an ihn zu richten. Wirtschaftsförderung sei ihm wichtig und er
hoffe, dass sich der Unternehmerdialog als regelmäßiges, aktives Forum
etablieren werde, von dem möglichst alle profitieren sollten. Er regte außerdem
an, die Veranstaltung auch in Unternehmen stattfinden zu lassen, die sich bei
dieser Gelegenheit selbst präsentieren könnten.

Prof. Eberhard Scharff von den Unabhängigen Wählern
Bammental (UWB) eröffnete seine Moderation mit der Vorstellung der Ergebnisse
des 1. Unternehmerdialogs im November, auf die später noch eingegangen wurde.
Dann schloss sich eine Vorstellungsrunde an. Ein buntes Spektrum
unterschiedlicher Gewerbetreibender stellte sich vor und so manche Anwesenden zeigten
sich überrascht und beeindruckt über die örtliche Vielfalt:
Marketingunternehmen, Chirurgiemechanik, Reiseunternehmen, Elektro- und
Fotovoltaikinstallation, Vermögensberatung, Industrie- und Handwerksbetriebe,
Architekturbüros, gar einen Verlag kann man in Bammental finden, neben einem
breiten Einzelhandelsangebot, neben Banken, Versicherungen, Dienstleistern
unterschiedlichster Branchen. Auch Unternehmer aus umliegenden Ortschaften,
Mitglieder im hiesigen Gewerbeverein, waren anwesend. Neues Gewerbe wurde
angekündigt, wie z. B. das geplante Fahrradgeschäft.
Schnell war man sich einig, dass dieses breite und
beachtliche Angebot besser bekannt gemacht werden sollte. Der Eintrag in das
Gewerbeverzeichnis der Gemeinde-Homepage wurde allen nochmals ans Herz gelegt.
Daraus entstand die Idee einer gemeinsamen Broschüre mit der Auflistung aller
örtlichen Angebote. Sie könne auch in umliegenden Gemeinden ausgelegt werden,
deren Kunden ihren Bedarf in Bammental decken. Spontan bildete sich eine kleine
Arbeitsgruppe, die sich bereit erklärte, dieses Projekt anzugehen und
abzuwickeln. Beim nächsten Unternehmerdialog wird das Konzept dieser Broschüre
vorgestellt werden.
Es folgte der Appell an die Öffentlichkeit, die heimischen
Wirtschaftsbetriebe bewusst zu unterstützen, um das Angebot am Ort zu halten.
Wiederholte Geschäftsaufgaben zeigten, dass es nicht selbstverständlich sei,
immer auf die komfortable Infrastruktur zurückgreifen zu können, wenn sie nicht
nachgefragt werde. BM Karl unterstrich, dass die Verwaltung dies vorlebe, wo es
möglich sei.
Eine der Ideen des 1. Unternehmerdialogs war es gewesen, den
Firmen die Möglichkeit einer kleinen Selbstpräsentation im Teilnehmerkreis zu
geben. Diese wurde aufgegriffen und die unterschiedlichen Formen dargestellt: als
Folienpräsentation, mit einem Infostand oder –tisch, im Rahmen eines
Betriebsbesuchs – alles sei denkbar. Vertreter der Sparkasse boten an, diesen
„Infomarkt“ zu eröffnen, gemeinsam mit ihren Experten für erneuerbare Energien.
Die SÜWAG schloss sich an, so dass beim nächsten Unternehmerdialog das Thema
umfassend vorgestellt werden kann.
Auch der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden wurde
angesprochen. Es gibt die Bitte des Gymnasiums an die Betriebe, Plätze zur
Berufsorientierung der 9. Klasse zur Verfügung zu stellen. Herr Prof. Scharff
schlug vor, den Aufruf an alle Gewerbebetriebe zu verschicken, was Herr BM Karl
zusagte.
Grundstücks- und Immobiliengesuche kamen ebenfalls zur
Sprache. Ihnen folgte der Vorschlag an die Verwaltung, Angebote und Gesuche von
Gewerbeimmobilien auf der Gemeinde-Homepage aufzulisten. Herr BM Karl kündigte
an, per Rundschreiben eine Abfrage in die Wege zu leiten, um Angebot und
Nachfrage zusammen zu bringen.
Eine weitere Idee war, „Wunschzettel“ in den Geschäften auszulegen,
auf die Kunden ihre Ideen und Vorschläge für das Bammentaler Geschäftsleben,
auch anonym, eintragen könnten. Der Wunsch nach einheitlichen Öffnungszeiten
des Einzelhandels wurde von Vertretern des Gewerbevereins als nicht
durchsetzbar beurteilt.

In der Diskussion ging es auch um die Belegung der
Parkplätze in der Hauptstraße durch das Personal ansässiger Betriebe. Herr Karl
wollte hier an die Vernunft und Rücksichtnahme appellieren und wies auf das
Verkehrsforum hin, das dieses Thema ebenfalls behandle.
BM Karl streifte noch das Thema Breitbandversorgung. Der
Gemeinde sei es wichtig eine zukunftsorientierte Infrastruktur auch für die
Unternehmen am Ort anbieten zu können, große Teile in Bammental können bereits
heute einen Internetzugang mit 100 Mbit nutzen. Aber gerade in der
Industriestraße beispielsweise ist das nicht der Fall.
Dies leitete über zur Zusammenfassung des Abends und der
Frage nach einem Referatswunsch für die nächste Veranstaltung. Hier wurde das
Thema Internetmarketing genannt. Die UWB wird sich bemühen, einen kompetenten
Experten oder eine Expertin hierzu zu finden. Neben diesem Impulsvortrag soll
auch beim nächsten Mal das Netzwerken im Vordergrund stehen, ebenso wie der
Austausch von Wünschen und Anregungen zur besseren Unterstützung aller
ortsansässigen Unternehmen. Die Initiatoren und Organisatoren von
Gemeindeverwaltung und UWB erhoffen sich dadurch eine Attraktivitätssteigerung
Bammentals für ansässige und neue Gewerbetreibende und Unternehmen, mit den
bekannten positiven Folgeeffekten.

BM Karl und Prof. Scharff dankten für die zahlreiche und
aktive Teilnahme an dieser neuen Veranstaltungsreihe, deren Ergebnisse in den
nächsten Treffen konkretisiert werden sollten. Auf die Gemeinde kämen hierdurch
mehr Aufgaben zu, die als Investition in die Gemeinde gesehen werden müssten.
Schritt für Schritt wolle man an die Umsetzung gehen, da sicher nicht alles
sofort zu leisten sei. Wie bei allen Neuerungen werde hier ein Prozess in Gang
gesetzt, der Raum für Entfaltung biete. An die Teilnehmer erging der Aufruf der
aktiven Mitarbeit, um bald möglichst gute und konkrete Ergebnisse zu erreichen.
Die UWB sagte weiterhin ihre Unterstützung zu. Anm: Selbstständige oder
Freiberufler, die noch nicht auf der Einladungsliste waren, können sich jederzeit
noch eintragen unter rathaus@bammental.de.
(pz)
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